Auf Erfolgskurs mit dem Gründungsforum

Während das Schiff über die Ruhr glitt, nutzten zahlreiche Teilnehmende die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre über den Weg in die Selbstständigkeit zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Statt klassischer Vortragsreihen standen persönliche Gespräche, individuelle Beratung und der direkte Austausch mit Fachleuten im Mittelpunkt.

Von Businessplan bis Betriebsnachfolge

An insgesamt acht Themeninseln informierten Expertinnen und Experten zu den wichtigsten Fragen rund um die Existenzgründung. Die Bandbreite reichte von Businessplan, Marketing und Finanzierung über Förderprogramme, Steuern und Recht bis hin zur Unternehmensnachfolge als Alternative zur Neugründung. Darüber hinaus boten die Themeninseln „Gründung im Handwerk“ sowie „Netzwerken“ wertvolle Einblicke in branchenspezifische Chancen und die Bedeutung eines starken beruflichen Netzwerks für den Gründungserfolg. Besonders geschätzt wurde die offene und unkomplizierte Atmosphäre an Bord. Die Kombination aus fachlichem Austausch, Ruhrpanorama und musikalischer Begleitung durch einen DJ sorgte für einen gelungenen Rahmen, in dem Ideen entstehen, weiterentwickelt und erste Kontakte geknüpft werden konnten.

Wer gründen möchte, braucht nicht nur eine gute Idee, sondern auch die richtigen Partner. Dafür bietet das Gründungsforum die ideale Plattform.“

– Dennis Svejcar, HWK-Berater

Feste Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer

Das Gründungsforum MEO hat sich in den vergangenen zehn Jahren als feste Anlaufstelle für Gründungsinteressierte in der Region etabliert. Das Jubiläum zeigte einmal mehr, wie wichtig persönliche Begegnungen, praxisnahe Beratung und starke Netzwerke für den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit sind.

Ich habe konkrete Impulse für mein Gründungsvorhaben bekommen und wertvolle Kontakte zu Fachleuten geknüpft. Das hat mich meiner beruflichen Selbstständigkeit ein großes Stück nähergebracht.“

– Florian Baum, Teilnehmer des Gründungsforums



Wer die Jubiläumsveranstaltung verpasst hat, erhält bereits im kommenden Jahr die nächste Gelegenheit: Das 11. Gründungsforum MEO findet im Sommer 2027 statt. Der genaue Termin wird rechtzeitig über die Internetseite der Handwerkskammer Düsseldorf und den Wirtschaftsförderungen in Mülheim, Essen und Oberhausen bekanntgegeben.




Vom Garagenbetrieb zum 20-köpfigen Team

Jetan Maqani wollte nicht warten – er wollte machen. Nur zwei Wochen nach seiner bestandenen Meisterprüfung startete er deshalb einen Ein-Mann-Betrieb in der eigenen Garage. Was klein begann, entwickelte sich schnell weiter. Die Zahl der Aufträge stieg stetig, der Platz in der Garage wurde zunehmend knapper. Bereits ein halbes Jahr später zog der junge Tischlermeister deshalb mit seiner Werkstatt ins Gewerbegebiet um; in größere, angemietete Räumlichkeiten. Und er stellte erstmals Mitarbeitende ein. Nach und nach erweiterte er sein Team auf sieben Beschäftigte.

Ich habe nicht lange überlegt, sondern einfach angefangen und etwas Eigenes aufgebaut.

Jeton Maqani

Eine Chance kommt zufällig

Der nächste große Schritt ergab sich fast zufällig. Durch ein Gespräch mit einem benachbarten Tischlereibetrieb erfuhr Jeton Maqani, dass dort eine Nachfolge gesucht wurde und nutzte die Gelegenheit, seinen Betrieb zu erweitern. Er übernahm die d+s Tischlerei in Kamp-Lintfort und damit einen traditionsreichen Betrieb, der seit fast 30 Jahren an diesem Standort ansässig war. Mit der Übernahme wuchs nicht nur die Verantwortung, sondern auch das Team: Die zehn Mitarbeitenden des Betriebs wurden übernommen, zusätzlich stellte Jeton Maqani drei weitere ein. Heute beschäftigt er über 20 Mitarbeitende und schreibt die erfolgreiche Firmengeschichte unter eigenem Namen weiter.

Mehr Raum für Handwerk und Ideen

Auch räumlich hat sich seit der Übernahme einiges verändert. Am neuen Standort hat Jeton Maqani mit 790 Quadratmetern Produktionsfläche mehr als viermal so viel Platz wie bisher. Seine ursprüngliche Werkstatt, in der – nur wenige Meter entfernten – angemieteten Immobilie, hat er dennoch behalten. Hier konzentriert er sich auf die Massivholzbearbeitung. Denn das Leistungsspektrum der Tischlerei ist breit. Neben Möbel-, Laden und Messebau zählen auch die Anfertigung von Treppen, Tischen und individuellen Lösungen zum Angebot.



Entwicklung einer eigenen Möbelserie

Über klassische Tischler- und Auftragsarbeiten hinaus, entwickelt die Tischlerei Maqani auch eigene Lösungen. Mit „Locus“ entwarf der junge Firmeninhaber zum Beispiel eine modulare Spindlösung für Kindergärten und Grundschulen. Das System hat er sich als Markenname und Design schützten lassen und es so geschafft, sich mit einer eigenen Idee am Markt zu positionieren. Was Jeton Maqani an seinem Beruf besonders schätzt, ist die Vielseitigkeit. „Als selbstständiger Tischlermeister kann ich Handwerker und Unternehmer zugleich sein: kreativ arbeiten, individuelle Lösungen entwerfen und gleichzeitig meinen Betrieb strategisch weiterentwickeln.“

Leistung, Fairness und Kundenzufriedenheit

Für Jeton Maqani steht fest: Gute Arbeit entsteht nicht nur durch handwerkliches Können, sondern auch durch den richtigen Umgang miteinander. Fairness, transparente Angebote und eine klare Kommunikation mit den Kunden sind für ihn genauso wichtig wie handwerkliche Qualität. Durch hohe Leistungsbereitschaft und effiziente Abläufe möchte er vor allem eines erreichen: zufriedene Kunden. Mit viel Energie, einem engagierten Team und neuen Ideen ist ihm dies gelungen. Die Entwicklung von Jeton Maqani und seinem Betrieb zeigt, wie dynamisch und zukunftsfähig Handwerk heute sein kann.

Ein Tischler für alle – wir wollen für unsere Kunden die bestmögliche Leistung zum bestmöglichen Preis liefern.“

Jeton Maqani




Schaufenster in die Werkstatt

Vor ihrer Selbstständigkeit arbeitete Tabea als angestellte Goldschmiedin. Mit zwei Kindern im Grundschulalter war der klassische Arbeitsalltag allerdings immer weniger mit dem Familienleben vereinbar. „Für mich war irgendwann klar: Wenn ich diesen Beruf weiter ausführen möchte, muss ich etwas eigenes machen.“ Zunächst richtete sie sich eine kleine Werkbank in der Abstellkammer ihrer Wohnung ein und fertigte Schmuckstücke für Freunde und Bekannte. Dass ein eigenes Atelier entstehen würde, zeichnete sich schnell ab. Ein großer Vorteil: Tabea stammt aus Flingern und ist im Viertel gut vernetzt. Viele Freunde unterstützten sie beim Aufbau, manche wurden ihre ersten Kunden.

„Mund-zu-Mund-Propaganda ist für uns das Wichtigste.“

– Tabea Kamper

Gründung mit viel Einsatz und wenig Kapital

Von Anfang an wollte Tabea ihre Selbstständigkeit möglichst unabhängig aufbauen. Große Kredite nahm sie daher bewusst nicht auf. Zum Start standen gerade einmal 3.000 Euro zur Verfügung. Einen wichtigen Baustein bildete der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit. Dafür brauchte Tabea einen Businessplan, Planungsrechnungen und die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle. „Nachdem ich mit einer vorherigen Beratung unzufrieden gewesen war, wandte ich mich an die Betriebswirtschaftliche Beratung der Handwerkskammer Düsseldorf. Dort wurden alle für den Zuschuss erforderlichen Unterlagen noch einmal genau geprüft, optimiert und die geforderte Stellungnahme ausgestellt“, berichtet Tabea. Die Arbeit hat sich gelohnt und Tabea erhielt den Gründungszuschuss. Sechs Monate lang wurde ihr Arbeitslosengeld weitergezahlt, zusätzlich erhielt sie einen Zuschuss für Sozialabgaben.

Neues Leben für alte Schmuckstücke

Vieles im Atelier entstand in Eigenarbeit: Werkbänke, Theke und Regale wurden selbst gebaut. Die meisten Werkzeuge hatte sie über die Jahre bereits angeschafft. Schließlich fand sie durch Zufall ein kleines Ladenlokal mit großem Schaufenster in Flingern – bezahlbar und mitten im Viertel. Genau dieses Schaufenster wurde Teil des Konzepts: Passanten können der Goldschmiedin und ihrem Team bei der Arbeit zusehen. „Dass ständig jemand reinschaut und unsere handwerkliche Arbeit beobachtet, finde ich schön“, sagt Tabea und lacht. „Aber man darf nicht zu direkt zurückschauen, dann fühlen sich die Leute ertappt.“



Im Atelier Goldfisch entstehen vor allem individuelle Auftragsarbeiten. Häufig bringen Kundinnen und Kunden Ringe, Ketten oder sogar Uhren mit, die längst nicht mehr getragen werden. Das Material wird eingeschmolzen, neu legiert und zu modernen Schmuckstücken verarbeitet. So entstehen aus alten Erbstücken neue Ringe, Anhänger oder Ohrringe. Auch Reparaturen und Anpassungen gehören zum Alltag in der Werkstatt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Beratung. Viel Zeit verbringt Tabea im Gespräch mit ihren Kunden. „Ich habe am Anfang unterschätzt, wie wichtig dieser Teil ist“, sagt sie.

„Man muss sich in die Vorstellungen der Kunden hineinversetzen, emphatisch sein.“

– Tabea Kamper

Ein kleines Team und viel Unterstützung

Unterstützt wird Tabea von ihrem Lebensgefährten Fabian. Anfangs hielt er mit seinem Einkommen dem jungen Unternehmen finanziell den Rücken frei, heute arbeitet er selbst im Betrieb mit. Er kümmert sich um Buchhaltung, Versand und Lieferantenkontakte und packt auch handwerklich mit an. „Quasi das Mädchen für alles“, sagt er schmunzelnd. Seit Dezember gehört außerdem Goldschmiedemeister Uwe zum Team, der selbst viele Jahre selbstständig war. Auch Julian, der Objektdesign an der Hochschule Düsseldorf studiert, arbeitet regelmäßig in der Werkstatt mit.

Ein Atelier, das sich herumspricht

Viel Werbung für ihr Geschäft hat Tabea bis heute nicht gemacht – oder besser gesagt: machen müssen. Die meisten Kundinnen und Kunden kommen über Empfehlungen. „Mund-zu-Mund-Propaganda ist für uns das Wichtigste“, sagt sie. „Manchmal werden wir schon weiterempfohlen, bevor das Schmuckstück überhaupt fertig ist.“ Für Aufmerksamkeit sorgte auch die Eröffnung: Statt einer kleinen Feier veranstaltete das Team ein Straßenfest, von dem die Nachbarschaft heute noch erzählt. Auf die Frage, ob sie den Schritt in die Selbstständigkeit jemals bereut habe, muss Tabea nicht lange überlegen: „Selbstständig zu sein bedeutet für mich, meine Arbeit so organisieren zu können, dass ich für meine Kinder da sein kann und ihnen gerecht werde“, sagt sie. „Wie könnte ich das bereuen?“

„Selbstständigkeit ist für mich Freiheit!“

– Tabea Kamper




Nicht geplant – richtig entschieden

Als Dennis Spandler in seiner Werkhalle in Mönchengladbach-Rheydt steht, wirkt alles ruhig. Aufgeräumt. Fast selbstverständlich. Doch der Weg hierher war alles andere als leicht. Denn dieser war lang und steinig. Der 37-jährige Malermeister hat 2025 einen Betrieb übernommen, der für ihn mehr war als nur ein Arbeitsplatz. Es war das Lebenswerk seines Meisters Edgar Metzger – und ein Stück Zuhause. Vor sechs Jahren starb Metzger überraschend an einer Corona-Erkrankung. Für das Team ein Schock. Für Spandler ein Wendepunkt. „Er war mein Chef, mein Mentor, irgendwie auch Familie“, sagt er. Laut wurde Metzger nie. Vorbilder dieser Art vergisst man nicht einfach – man trägt sie weiter. Spandler tat genau das.

Unterstützung von allen Seiten

Er entschied sich, den Meister zu machen. Neben der Arbeit. Mit Unsicherheit im Bauch und einem klaren Ziel vor Augen: den Traditionsbetrieb nicht sterben zu lassen. Der Preis dafür war hoch. Die Meisterschule kostete Geld, Zeit und Nerven. Das Aufstiegs-BAföG ließ auf sich warten, Rücklagen gab es kaum. „Ohne das Einkommen meiner Frau hätte ich das nicht geschafft“, sagt Spandler offen. Auch die Übernahme des Betriebs war kein Selbstläufer, der Kaufpreis und die erforderliche Anlauffinanzierung waren zu stemmen. Öffentliche Förderinstrumente spielten eine wichtige Rolle bei der finanziellen Umsetzung. Unterstützung kam dabei von der Handwerkskammer Düsseldorf – beim Businessplan, bei den Förderanträgen, beim Mutmachen und Durchhalten. Für die Übergangszeit übernahmen die Witwe von Edgar Metzger fachfremd und Kollege Joachim Hauptmanns die Führung des Betriebs. Hauptmanns hatte seinen eigenen Betrieb schon einige Jahre zuvor aufgegeben und stand als Betriebsleiter zur Verfügung. „Ohne die beiden wären wir erstmal alle arbeitslos geworden“, sagt Spandler im Rückblick.

„Wir unterstützen beim Businessplan, bei den Förderanträgen und manchmal auch beim Mutmachen und Durchhalten.“

– Kai Hambüchen, HWK-Betriebsberater



Vertrauen in das eigene Können

Heute sitzt der Nachfolger von Edgar Metzger in seinem Büro zwischen Musterbüchern, Akten, Pflanzen und Bauplänen. Draußen laufen die Aufträge weiter. Drinnen hat sich seine Rolle verändert. Weniger Pinsel, mehr Verantwortung. Kundenkontakte, Angebote, Organisation, Entscheidungen. „Das ist schon viel Bürokratie“, sagt er. Aber auch: „Es gehört dazu.“ Die größte Hürde auf dem Weg in die Selbstständigkeit war nicht das Geld. Es war die Angst. „Die ersten Wochen sind noch etwas holprig gewesen“, resümiert er. Danach sei es ruhiger geworden – und sicherer. „Ich hatte großen Respekt vor der Verantwortung, die auf mich zukam“, gibt Dennis Spandler zu. „Aber ich habe versucht, alles so zu machen, wie Herr Metzger es mir beigebracht hat.“

„Ich hatte großen Respekt vor der Verantwortung, die auf mich zukam“

Dennis Spandler

Mut wird belohnt

Die Rechnung ging auf. Kunden blieben. Mitarbeitende auch. Der frisch gebackene Unternehmer findet zunehmend seinen eigenen Weg, er hat sogar das Personal deutlich aufgestockt, daher investiert er auch weiter in sein Unternehmen. Moderne Arbeitsausstattung, neue Maschinen, Akkugeräte. Dinge, die lange aufgeschoben worden waren. Nicht aus Trotz, sondern aus Respekt. „Der Betrieb soll weiterleben – und sich weiterentwickeln.“ Es gibt noch kleinere Baustellen. Aber die wichtigste hat er bereits gemeistert. Dennis Spandler hat nicht nur einen Betrieb übernommen. Er hat Verantwortung angenommen. Für mittlerweile acht Menschen. Für Geschichte. Für Zukunft. Und genau darum geht es beim Gründen manchmal nicht um den perfekten Start – sondern um den Mut, loszugehen.

„Der Betrieb soll weiterleben – und sich weiterentwickeln.“

Dennis Spandler




Bloß nicht ins Schwitzen kommen

Chris war angestellt in einem Elektrobetrieb. Dort betreute er mit wachsender Verantwortung und besten Aussichten die Kältesparte: „Die Übernahme des Betriebs war für in ein paar Jahren geplant. Ich sollte weitermachen, wenn der Inhaber aufhört.“ Doch es kam anders. Der Inhaber verstarb plötzlich, die Erben wurden sich nicht einig. Der Betrieb wurde schließlich abgewickelt. Für Chris stand alles auf der Kippe.

Ich hatte zwei Optionen: Eine sichere Anstellung suchen oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Chris Ceccarelli

Familie und Freunde rieten zur Sicherheit. Doch in der Gründungsberatung der Handwerkskammer Düsseldorf bekam Chris die Ermutigung, die er brauchte, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Neugründung – mit Rückenwind von der HWK

Gemeinsam mit dem Betriebsberater erarbeitete Chris einen Businessplan. Die Zahlen zeigten: Es könnte funktionieren. „Ich hatte gute Kontakte, verlässliche Zulieferer und treue Kundschaft. Aber ich hatte auch riesigen Respekt: vor der Ungewissheit, der Finanzierung, der Verantwortung als frisch gebackener Familienvater.“ Die Zeit drängte: „Wenn ich meine bisherigen Kunden halten wollte, musste ich schnell handeln doch die Banken waren langsam.“



Also Plan B: Mit spitzem Bleistift und viel Übersicht erstellten er und der Betriebsberater eine wöchentliche Liquiditätsplanung. Das Fazit: Es könnte gerade so reichen. Chris kaufte vom Ersparten ein Gebrauchtfahrzeug und das allernötigste Werkzeug. Parallel beantragte er die Meistergründungsprämie NRW und den Gründerzuschuss bei der Agentur für Arbeit. Beides wurde glücklicherweise schnell bewilligt.

Start bei null

Im Mai war es so weit: Der eigene Betrieb in Krefeld-Uerdingen wurde offiziell gegründet, mit praktisch null Euro auf dem Konto. Jedes noch so kleine Teil wurde erst bestellt, wenn es gebraucht wurde. Aber die Entscheidung erwies sich als goldrichtig.

Die Planung ist 1:1 aufgegangen. Ich hatte von Anfang an genügend Aufträge. Die Kundschaft ist geblieben.

Chris Ceccarelli

Auch die Unterstützung der Handwerkskammer hat ihm sehr geholfen. „Fachlich, mental und durch ständiges Dranbleiben.“ Chris kümmert sich heute um Kältetechnik für gastronomische Betriebe, Supermärkte und installiert klassische Klimaanlagen bei Privatkunden. Die Mischung aus Gewerbe- und Privatkundschaft sorgt für Stabilität und immer neue Herausforderungen.

Weiterwachsen

Seit dem 1. August bildet Chris auch aus. Sein Azubi Fayad stammt aus Syrien. Kennengelernt haben sich die beiden zufällig in einer Dönerbude, in der Fayad jobbte und Chris regelmäßig isst. „Sein Chef fragte, ob ich nicht einen Azubi gebrauchen könnte. Wir kamen ins Gespräch, und irgendwie hat’s einfach gepasst.“ Das weitere Wachstum ist bereits geplant. Ein Geselle wird im März dazukommen. Dabei möchte Chris auch künftig auf die Expertise der Betriebsberatung zurückgreifen. Denn wenn er einen Ratschlag geben kann, dann lautet er: „Machen – aber nicht allein! Wer gründet, braucht gute Leute an seiner Seite. Und den Mut, Entscheidungen zu treffen.“

Ich würde mich sofort wieder selbstständig machen –  aber nicht ohne Unterstützung. Die Betriebsberatung der Handwerkskammer war Gold wert.

Chris Ceccarelli




Tischler mit Marketing-Ideen

Spezialisiert hat sich das Innenarchitekturbüro mit angegliederter Tischlerei auf die Entwicklung und Umsetzung von Raumkonzepten. Bedeutet: Von der Entwurfsplanung über die Produktentwicklung bis hin zur Anfertigung und Baubegleitung kommt alles aus einer Hand. Möglich macht dies ein multidisziplinäres Team aus Handwerker/innen, Architekt/innen und Designer/innen. „Wir machen viel im Bereich Laden- und Ausstellungsbau“, erklärt Birger Schneider. „Ob Café, Blumengeschäft oder Unverpackt-Laden: Unsere Aufträge sind vielfältig und die Lösungen individuell.“

Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Verbindung von Handwerk, Innenarchitektur und Design. Damit heben wir uns von Mitbewerben ab.

Birger Schneider

Für den Süßwarenhersteller Haribo konzipierten und bauten die Handwerker aus Düsseldorf zum Beispiel ein Pop-Up-Museum zum 100-jährigen Jubiläum des berühmten Goldbären. „Darüber hinaus fertigen wir auch Einrichtungsstücke für private Wohnräume und Büroflächen an.“

Marke aufbauen und schützen

Um Kunden von ihrem Angebot zu überzeugen und den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern, haben die Gründer von Anfang an ein Augenmerk auf regelmäßige Marketingaktivitäten gelegt. „Uns war klar, dass wir uns zunächst einen ‚Namen machen mussten‘“, erinnert sich Schneider. „Entsprechend haben wir schon bei der Finanzierungsplanung für die Unternehmensgründung den Posten ‚Marketingausgaben‘ mit einer nicht unerheblichen Summe eingeplant.“ Im ersten Schritt überlegten sich die Jungunternehmer einen Firmennamen und ließen diesen auch durch eine Anmeldung beim Patent- und Markenamt schützen. „Mit ,KONTURE‘ wollten wir eine Verbindung zum Tischlerhandwerk und zur Architektur schaffen“, so Schneider. „Auf unsere persönlichen Namen haben wir in der Firmenbezeichnung bewusst verzichtet, damit sich auch unser Team mit dem Unternehmen identifizieren kann.“

Experten beauftragen

Für die weitere Entwicklung ihrer Marke holten sich Norman Kamp und Birger Schneider einen Mediengestalter hinzu: Er designte das Firmenlogo und die Website und sorgte so für einen einheitlichen Firmenauftritt und Wiedererkennungswert. Mit einem einmaligen Markenaufbau ist es jedoch nicht getan. „Wichtig ist, die eigenen Leistungen stetig zu präsentieren und im Gespräch zu bleiben.“ Deshalb sind die Unternehmer auch auf mehreren sozialen Netzwerken präsent – allen voran Instagram und LinkedIn. „Hier können wir viele Menschen erreichen, unkompliziert in Kontakt treten und unseren Kundenkreis erweitern.“ Regelmäßig posten sie Fotos von ihren Projekten, präsentieren individuell angefertigte Möbelstücke und geben mit kurzen Video-Clips Einblicke in ihre Arbeit. Eine gute Möglichkeit, ihre Zielgruppe zu erreichen sei zudem die Online-Plattform Pinterest. Hier suchen User nach nützlichen Tipps und Inspirationen für den Alltag – ideal, um Lösungen für die eigenen vier Wände zu präsentieren!



Da die Trends im digitalen Marketing schnelllebig sind und der Zeitaufwand nicht unerheblich ist, haben die Unternehmer für ihre Werbeaktivitäten eine Agentur beauftragt. „Die Kommunikationsprofis entwickeln in Abstimmung mit uns die Inhalte für Beiträge und Anzeigen und spielen diese zum optimalen Zeitpunkt an unsere Zielgruppe aus.“  Auch um die Auswertung und suchmaschinenoptimierte Anpassung der Werbemaßnahmen kümmert sich der Dienstleister. Dafür investieren Kamp und Schneider monatlich einen vierstelligen Betrag. „Mit Erfolg“, sagt Schneider. „Über unsere Online-Aktivitäten haben wir nicht nur neue Kunden, sondern auch potenzielle Mitarbeitenden auf uns aufmerksam machen können.“ Insbesondere bei Schülerinnen und Schülern kämen das junge Team und die Videos sehr gut an. „Wir bekommen mehr Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsplätze als wir anbieten können.“

Website und Pressekontakte pflegen

Zentraler Bezugspunkt aller Marketingaktivitäten ist die Website des Unternehmens. „Wer über die sozialen Medien auf uns aufmerksam geworden ist, kann über die Internetseite schließlich ausführliche Informationen zu uns und unseren Leistungen abrufen.“ Auf die Aktualität und Pflege des digitalen Auftritts wird daher ein besonderes Augenmerk gelegt: Auch hier veröffentlicht „KONTURE“ regelmäßig aussagekräftige Fotos von abgeschlossenen Projekten und schafft mit Kundenstimmen Authentizität. Klassische Pressearbeit betreiben die eifrigen Unternehmer ebenfalls. Dazu pflegen sie Kontakte zu lokalen Medienvertretern und leisten Beiträge bei pressewirksamen Veranstaltungen. „2024 ist zum Beispiel ein Artikel über die Einführung der Viertagewoche in unserem Betrieb in der Tagespresse erschienen“, berichtet Schneider. „Außerdem haben wir uns an einer Fachkonferenz der Handwerkskammer zum Thema Standortpolitik beteiligt.“ Diese und ähnliche Aktivitäten steigern die Bekanntheit des Unternehmens und tragen zu einem positiven Image bei. Als besonders wirksam hat sich darüber hinaus die Präsenz in Fach- und Publikumsmedien erwiesen. „Ein Interior-Design-Magazin hat zum Beispiel den Innenausbau eines Eigenheims durch uns aufgegriffen. In einem mehrseitigen Artikel mit tollen Fotos“, erinnert sich Schneider. „Eine super Gelegenheit, Leser zu inspirieren und von unserer Arbeit zu überzeugen!“ Den Kontakt zur zuständigen Redaktion baute der Tischlermeister proaktiv auf.

Ich habe mir einfach ein paar Wohnzeitschriften gekauft, E-Mails an die angegebenen Verlagsadressen geschrieben und Themenvorschläge eingebracht.

Birger Schneider

Bis die erste Rückmeldung kam, dauerte es. Doch dank seines Ideenreichtums und seiner Beharrlichkeit ist es Schneider gelungen, sich auch hier einen Namen zu machen und immer wieder angefragt zu werden.




Raus aus der Komfortzone

Das Handwerk des Fliesenlegens hat Michael Mones nicht nur gelernt – er hat es gelebt. In den vergangenen 30 Jahren durchlief er sämtliche Stationen der Branche. Seine Karriere begann mit einer klassischen Ausbildung, und schnell wurde klar: Hier hat jemand seine Leidenschaft für das Handwerk gefunden. Es folgten Weiterbildungen, darunter der Erwerb des Meistertitels, und schließlich ein Studium zum Diplom-Bauingenieur. Trotz des Ingenieurtitels zog es ihn jedoch nie ausschließlich ins Büro. Praktische Erfahrungen waren für ihn immer mindestens genauso wichtig wie theoretisches Wissen. So betreute er über viele Jahre Projekte sowohl in Deutschland als auch im Ausland.

Entscheidung mit Herz und Verstand

Vor seinem Schritt in die Selbstständigkeit hatte Michael Mones eine Position inne, um die ihn viele beneiden würden: Als Global Productmanager eines renommierten bauchemischen Unternehmens war er über elf Jahre für den Bereich Fliesentechnik verantwortlich und Mitglied des Management-Teams. Ein Job, der sowohl finanziell attraktiv war als auch mit viel Verantwortung verbunden war. So war selbst sein Bankberater überrascht, als er ihm von seinem Vorhaben, einen eigenen Fliesenlegerbetrieb zu gründen, berichtete. „Warum wollen Sie mit 47 Jahren nochmal bei null anfangen, wenn Sie eine so sichere und gut bezahlte Position haben?“

Mein Herz schlägt für das Handwerk. Wenn ich es jetzt nicht tue, wann dann?

– Michael Mones

Der Entschluss zur Selbstständigkeit war indes weniger ein finanzieller, sondern vielmehr ein persönlicher. „Natürlich hätte ich weiterhin in meinem Job bleiben können. Doch ich wollte die Freiheit haben, Entscheidungen zu treffen, meine eigenen Projekte zu gestalten und wieder näher am Kunden zu sein“, erklärt der Fliesenlegermeister. Da er zudem einen überzeugenden Businessplan vorlegen konnte, war ihm die Unterstützung durch seine Bank zur Finanzierung seines Vorhabens sicher.



Ein Vorbild für andere

Bereits wenige Monate nach der Gründung war Michael Mones mit einer Vielzahl von Aufträgen beschäftigt und konnte so seine Selbstständigkeit erfolgreich aufbauen. „Es war die richtige Entscheidung“, sagt er mit einem Lächeln. „Ich stehe wieder selbst auf der Baustelle, habe direkten Kontakt zu meinen Kunden und kann meine Expertise in jedem Projekt einbringen.“ Mit seinem Mut, sich in einem Alter, in dem viele auf Sicherheit und Beständigkeit setzen würden, noch einmal selbstständig zu machen, ist Michael Mones ein Vorbild für all jene, die glauben, dass es „zu spät“ für große Veränderungen sei. „Ein erfülltes Berufsleben muss nicht zwangsläufig in den typischen Karrieremustern verlaufen“, resümiert Mones. „Manchmal braucht es Entschlossenheit, das zu tun, wofür man wirklich brennt.“

„Ein erfülltes Berufsleben muss nicht zwangsläufig in den typischen Karrieremustern verlaufen.“

– Michael Mones

Aufbau eines zweiten Standbeins

Auch wenn der Fokus derzeit voll und ganz auf dem Fliesenlegerhandwerk liegt, macht sich Michael Mones bereits Gedanken über seine langfristige berufliche Laufbahn. Die körperliche Belastung eines handwerklichen Berufes ist ihm bewusst. Daher plant er vorausschauend. „Für die Zeit, in der ich meiner handwerklichen Tätigkeit selbst nicht mehr vollumfänglich nachgehen kann, möchte ich mir ein zweites Standbein als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger aufbauen“, erläutert der Unternehmer. Er zeigt damit, dass er nicht nur im Hier und Jetzt handelt, sondern auch langfristig sein Auskommen sichern und seiner Leidenschaft für das Handwerk nachgehen will. Mit seiner umfassenden Branchen- und Berufserfahrung als Diplom-Bauingenieur bringt er für die beratende Funktion als Gutachter die besten Voraussetzungen mit.

Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger kann ich mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen und die körperlichen Belastungen der täglichen, handwerklichen Arbeit reduzieren.“

– Michael Mones




Tuning für Autos und Karriere

Ursprünglich wollte sich Michael Hammerschmidt erst in fünf bis sechs Jahren selbstständig machen. Allerdings wurde die Situation bei seinem damaligen Arbeitgeber so schlecht, dass er sich entschloss, etwas zu verändern. Zunächst schaute er sich auf dem Arbeitsmarkt nach freien Stellen um. „Allerdings bot man mir nur Jobs an, die mich nicht vollständig erfüllt hätten und ohne Aussicht auf persönliche Entwicklungsmöglichkeiten waren“, erinnert sich der passionierte Autoschrauber. „Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Arbeitgeber Ideen ihrer Mitarbeiter entweder nicht schätzen oder grundsätzlich kein Interesse an Mitsprache haben.“ Da blieb für den Autoliebhaber nur eine Lösung: Die Selbstständigkeit früher als geplant umzusetzen.

Ich liebe meinen Beruf und könnte den ganzen Tag an meinen Autos tüfteln.

Michael Hammerschmidt

Den passenden Standort finden

Die Eröffnung seiner eigenen Kfz-Werkstatt im Jahr 2021 fiel in die Hochphase der Corona-Beschränkungen. Statistiken zeigen, dass in dieser Zeit die Zahl der Neugründungen deutlich zurückgingen. Grund dafür: Viele Menschen waren verunsichert und nahmen Abstand von ihren unternehmerischen Plänen. Anders Michael Hammerschmidt: „Genau solche Herausforderungen liebe ich. Ich wollte mich unbedingt beweisen. Außerdem mussten Autos ja auch während der Corona-Beschränkungen repariert werden.“ Dennoch: Erste Schwierigkeiten ergaben sich bei der Suche nach einem passenden Standort. „Ich war lange auf der Suche in Unternehmensbörsen und auf Anzeigenportalen im Internet. Doch fast alle Standorte hatten einen Haken.“ Schließlich musste Michael Hammerschmidt Kompromisse eingehen: Über das Internet fand er eine Halle, die nicht vollständig seinen Vorstellungen entsprach und daher zunächst umgebaut und neu eingerichtet werden musste. „Nach dem ersten Kontakt war ich unsicher, ob der Vermieter mit meinen Plänen einverstanden sein und mich nehmen würde. Aus vorangegangenen Erfahrungen dachte ich auch, dass ohne eine direkte Zusage keine Chance für die Anmietung bestünde. Umso überraschter und erfreuter war ich als ich die Zusage erhalten hatte.“



Ohne Unterstützung geht es nicht

Bei der Finanzierungsplanung und dem weiteren Vorgehen holte sich Michael Hammerschmidt bei der Handwerkskammer Düsseldorf Hilfe. Im Rahmen der Gründungsberatung erarbeitete er unter anderem gemeinsam mit seinem Berater einen Businessplan. Damit konnte der angehende Unternehmer die Meistergründungsprämie und KfW-Startgeld-Darlehen bei der Hausbank beantragen. „Tolle Unterstützung habe ich auch von meiner Lebensgefährtin erhalten, die mir im kaufmännischen Bereich unter die Arme gegriffen hat. Freunde und Verwandte haben mir zudem beim Umbau der Halle geholfen – so konnte ich Geld sparen.“

Klein anfangen und stetig wachsen

Dank der Planung und Unterstützung ist Michael Hammerschmidt gut in die Selbstständigkeit gestartet und konnte sich auf dem Markt behaupten. Dies macht es ihm möglich, in sein Unternehmen zu investieren und es weiterzuentwickeln. Um mehr Platz in der Werkstatt zu haben und mehr Aufträge annehmen zu können, wurde die neben seinem jetzigen Standort liegende Halle angemietet. „Die neuen Räume renoviere ich gerade aufwendig. Zudem muss eine neue Hebebühne angeschafft werden.“ Und auch sonst, hat der Unternehmer – neben seiner Werkstatttätigkeit – viel zu tun: „Mein Ziel ist es, die Betriebsorganisation zu verbessern. Denn aus seiner Sicht verbringe er noch zu viel Zeit mit Rechnungen schreiben und Material besorgen. „Bei mir wird’s auf jeden Fall nicht langweilig“, sagt Michael Hammerschmidt. „Vom Porsche 928, über Ferrari bis zum Audi R8 wird bei mir alles repariert und restauriert. Ich suche junge Leute, die – wie ich – einfach Spaß am Schrauben haben.“

Beratungsthemen HWK Düsseldorf: Nachfolge, Businessplan, Meistergründungsprämie NRW




Nachhaltiges Friseurerlebnis

Wo es geht, verzichtet Madeleine Wilmkes in ihrem Salon auf Einmalartikel und bemüht sich um Recyclingmöglichkeiten. Beispielsweise arbeitet sie mit einem Unternehmen zusammen, welches die vielfach im Salon anfallenden Aluminiumabfälle – wie Alufolien und Farbtuben – recycelt. Um die Brillenbügel ihrer Kundinnen und Kunden beim Färben zu schützen, hat sie zudem Schutzbügel aus Silikon angeschafft. Auch das Schnitthaar wird nicht einfach im Müll entsorgt. „Wir schicken die Haare an ein Start-Up-Unternehmen, welches menschliche Haare nutzt, um daraus Filterkissen zu bauen“, so die Friseurmeisterin. „Mit diese können dann Ölteppiche aus unseren Weltmeeren gefiltert werden.“ Dass die Pflegeprodukte, die sie im Salon verwendet darüber hinaus vegan und frei von Tierversuchen sind, ist für Madeleine Wilmkes selbstverständlich.

Ich bin dankbar für Möglichkeit meiner persönlichen Entwicklung und wachse mit jeder Herausforderung.“

-Madeleine Wilmkes

Wellness für Zwischendurch

Doch nicht nur das gute Gewissen spielt eine Rolle im Salon ‚mw Friseure‘. „Meine Kundinnen und Kunden sollen sich in entspannter Atmosphäre zurücklehnen und ein angenehmes Ambiente genießen.“ Dafür sorgt die komfortable Salon-Ausstattung, an der Madeleine Wilmkes nicht gespart hat: In bequemen Liegesesseln können Kundinnen die frisch aufgetragene Haarfarbe unter Infrarot-Wärmelampen einwirken lassen. Diese spenden wohlige Wärme am ganzen Oberkörper und sorgen so für eine entspannte Wartezeit. Wellness-Atmosphäre verschaffen zudem Raumluft-Diffusoren mit ätherischen Ölen, die für einen angenehmen Duft sorgen und zudem gesundheitsfördernd wirken sollen. „Auf diese Idee hat mich meine Freundin gebracht, die nebenberuflich als Vertriebspartnerin für einen Duftölhändler tätig ist.“ Geräuscharme Föhne komplettieren die Wohlfühl-Ausstattung, um die sich eingestellte Entspannung bei der Kundschaft nicht zu stören, die nebenbei werbefreier Hintergrundmusik lauschen kann.



Ohne Unterstützung geht es nicht

Das alles klingt nahezu perfekt. Doch auch Madeleine war in der Phase ihrer Unternehmensgründung nicht frei von Zweifeln. „Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt für eine Gründung. Ich selbst bin Mutter mit einem Kleinkind, da sind Sorgen und Zweifel ganz normal.“ Was ihr geholfen hat: Der Glaube an ihre Vision und die Unterstützung durch die Familie. „Ich hatte das große Glück, dass mein Mann immer an meiner Seite stand. Er hat mich bei Zweifeln motiviert und andersherum auch gebremst, wenn ich mich übernehmen wollte.“ Einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg leistet auch ihr Team, welches sie in nächster Zeit mit neuen Kolleginnen oder Kollegen aufstocken will: „Meine Mitarbeiterinnen sind die Basis dafür, dass das Geschäft gut läuft. Ich bin stolz darauf, dass unser Team so gut funktioniert. Das strahlen wir auch gegenüber unserer Kundschaft aus und erhalten dafür tolles Feedback.“ Um die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern, lädt Madeleine ihre Mitarbeiterinnen regelmäßig zu Teamevents ein und räumt ihnen bei wichtigen Entscheidungen, wie Neueinstellungen, ein Mitspracherecht ein. Damit alle fachlich up-to-date sind, besuchen die Angestellten regelmäßig Weiterbildungen und Schulungen, die sie sich individuell aussuchen dürfen. Privat ist die Familie das Wichtigste für Madeleine Wilmkes. Daher legt sie auch als Unternehmerin großen Wert auf Work-Life-Balance. „Wenn es erst einmal nach den eigenen Vorstellungen und Ideen läuft, weiß man, dass der Schritt in die Selbstständigkeit jede Mühe wert war“, resümiert Madeleine Wilmkes.




Lieblingsbrille in Wuppertal

In ihrem Ladenlokal, der “Lieblingsbrille“ an der Friedrich-Ebert-Straße in Wuppertal, erwartet die Kunden eine große Auswahl an modischen Brillenmodellen. Mit der Eröffnung zum 1. September 2023 haben sich die beiden Gründerinnen einen Traum erfüllt. „Wir freuen uns riesig über die tolle Resonanz unserer Kunden.“ erzählt Corinna Fackiner. Der Wunsch sich selbstständig zu machen begleitete sie schon eine Weile und verstärkte sich noch, nachdem sie im Jahr 2018 die Meisterschule erfolgreich abgeschlossen hatte. Unterstützt und motiviert wurde sie dabei von ihrer Kollegin und späteren Geschäftspartnerin Eleni Sdirou.

„Wir hatten den Wunsch nach einer Veränderung und Weiterentwicklung.“

-Eleni Sdirou

Dass sich sowohl die Persönlichkeiten als auch die Fähigkeiten der beiden Gründerinnen voneinander unterscheiden, ist dabei ihre besondere Stärke. Eleni Sdirou und Corinna Fackiner sind ein eingespieltes Team und kennen die Stärken und Schwächen der jeweils anderen sehr gut. So können sie sich in verschiedenster Art und Weise unterstützen und ergänzen sich optimal. 

Der Weg

Bereits Ende 2022 begannen die Gründerinnen mit der Suche nach einem passenden Ladenlokal. Auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit mussten sie aber auch einige Rückschläge hinnehmen. Zunächst wollten sie den Betrieb ihres Arbeitgebers übernehmen, doch dieser Plan zerschlug sich. Vermeintlich passende Standorte stellten sich als Fehlgriff heraus und der Businessplan musste überarbeitet werden. Jedoch hatte keines dieser Hindernisse nachhaltige Auswirkungen auf den Traum der beiden Gründerinnen, sich mit einem eigenen Augenoptikgeschäft selbstständig zu machen. Zu guter Letzt wurden sie im Luisenviertel fündig und konnten endlich richtig loslegen. „Der Standort passt für uns perfekt und wir fühlen uns sehr wohl hier im Viertel“, berichtet Corinna Fackiner.



Von der Brille zur Lieblingsbrille

In der Lieblingsbrille erhalten die Kunden nicht nur qualitativ hochwertige Brillengestelle und Gläser sowie den besten Service durch die moderne technische Ausstattung, sondern sie können dank der offenen Werkstatt sogar beim Perfektionieren ihrer individuellen Brille zusehen. Die Gründerinnen sorgen mit großer Leidenschaft zum Detail und höchstem Handwerksgeschick dafür, dass die Wünsche Ihrer Kunden erfüllt werden. „Von der Qualität der Brillengläser über das Material der Brillengestelle bis zu Gewicht und Haptik müssen alle Faktoren individuell abgestimmt werden.“ erklärt Corinna Fackiner und ihre Kollegin ergänzt: „Am Ende soll es schließlich eine Lieblingsbrille werden.“